Ein einzelner Digital-Signage-Bildschirm kostet im ersten Jahr typischerweise 150–250 €, wenn Sie einen vorhandenen Fernseher weiterverwenden, und grob 600–1.250 €, wenn Sie ein Profi-Display, einen kleinen Player und eine Wandhalterung neu kaufen. In beiden Zahlen steckt ein Jahr Software, meist als Abo pro Bildschirm: Bei SignageStack sind das 11 € pro Bildschirm im Monat oder 100 € im Jahr. Ab dem zweiten Jahr bleiben die Software, die Zeit für Inhalte und der Strom für ein Panel, das den ganzen Tag läuft.
Diese Kosten für Digital Signage schlüsseln wir unten Posten für Posten auf, mit zwei Rechenbeispielen: eine Bäckerei mit einem Bildschirm und eine Filialbäckerei mit zwanzig. Die Hardwarepreise sind typische Spannen für Geräte aus dem Handel, keine Angebote. Prüfen Sie sie am Tag des Kaufs bei Ihrem Händler.
Digital-Signage-Kosten: woraus sich der Preis pro Bildschirm zusammensetzt
Jeder Infobildschirm, ob über der Bäckertheke oder im Autohaus, besteht aus denselben Teilen:
- Display: ein Fernseher oder ein Profi-Display.
- Player: der kleine Rechner, der die Software ausführt und das Bild per HDMI liefert.
- Halterung, Kabel und Strom: die Teile, die entscheiden, ob der Bildschirm in einem Jahr noch läuft.
- Montage: Ihr Nachmittag oder der eines anderen.
- Software: das Dashboard für Playlists und Betriebszeiten, meist pro Bildschirm abgerechnet.
- Inhalte: Jemand muss erstellen und ändern, was zu sehen ist.
- Strom: pro Stunde wenig, pro Jahr nicht.
Die ersten vier zahlen Sie im Wesentlichen einmal. Die letzten drei kommen jedes Jahr wieder.
Das Display
Der größte Einzelposten und der, bei dem sich eine höhere Ausgabe am ehesten lohnt. Die Wahl liegt zwischen einem handelsüblichen Fernseher und einem Profi-Display. Ein Fernseher ist für ein paar Stunden am Tag gebaut, ein Profi-Panel für zwölf bis vierundzwanzig. Es ist meist heller und für den Einbau auf engem Raum ausgelegt. Den Unterschied im Detail beschreibt der Artikel Profi-Display oder Fernseher.
Typische Spannen: Ein 43-Zoll-Fernseher einer bekannten Marke kostet etwa 250–500 €, ein 43-Zoll-Profi-Display für lange tägliche Laufzeiten grob 450–900 €. Bei 55 Zoll sind es ungefähr 400–800 € für den Fernseher und 650–1.300 € für das Profi-Panel. Ein besonders helles Schaufenster-Display ist eine eigene Klasse mit eigenem Preis. Dafür holen Sie ein Angebot ein.
Zwei Dinge bewegen diesen Posten stärker als die Marke. Das eine ist die Größe: Richten Sie sich nach dem Leseabstand, nicht nach der Wand. Die Rechnung dazu steht im Artikel zur richtigen Bildschirmgröße. Das andere ist die Auflösung. Full HD reicht für die meisten Räume; mit 4K bezahlen Sie Details, die aus vier Metern niemand sieht.
Und prüfen Sie die Garantiebedingungen. Manche Hersteller schließen die gewerbliche Nutzung eines Fernsehers aus. Das sollten Sie wissen, bevor er zwölf Stunden am Tag über der Theke hängt.
Der Player
Eine brauchbare Android-TV-Box kostet typischerweise 40–120 €. Entscheidend sind nicht die Marke, sondern vier Eigenschaften: Android 8 oder neuer, mindestens 2 GB RAM, möglichst ein LAN-Anschluss und automatisches Einschalten nach einem Stromausfall. Mehr dazu im Ratgeber zur Android-Box für Digital Signage.
Manchmal kostet der Player gar nichts:
- Auf einem Fernseher mit Android TV oder Google TV läuft die SignageStack-App direkt, ohne Box.
- Auf einem vorhandenen Windows-PC läuft die SignageStack-App für Windows: im Vollbild, mit Windows gestartet und mit eigener Wiederherstellung. Ein Mac zeigt den Web-Player in einem Browser im Vollbild, der mit dem Rechner startet.
Für Smart-TVs von Samsung (Tizen) oder LG (webOS) gibt es keine SignageStack-App. Der eingebaute Browser kann den Web-Player öffnen, startet aber nach einem Stromausfall nicht von selbst neu und bleibt nicht zuverlässig im Vollbild. Für einen Bildschirm, um den sich niemand kümmert, gehört eine kleine Android-Box dazu.
Kaufen Sie eine Box, testen Sie sie eine Woche lang am echten Bildschirm und kaufen Sie erst dann den Rest. Eine Ersatzbox gehört in die Schublade.
Halterung, Kabel und Strom
Kleine Beträge, die groß werden, wenn etwas nicht stimmt.
- Wandhalterung. Eine feste oder neigbare Halterung für 43–55 Zoll kostet typischerweise 20–80 €. Schwenkarme und Deckenhalterungen kosten mehr. Prüfen Sie das VESA-Maß auf der Rückseite und woraus die Wand besteht.
- HDMI-Kabel, plus Ersatz. Ein paar Euro pro Stück. Das zweite kommt in die Schublade, denn das Kabel ist das Teil, das ausfällt.
- Netzwerkkabel. Kabelgebundenes LAN ist die Mühe wert. Steht der Router hinter der Kaffeemaschine am anderen Ende des Raums, kosten Kabelkanal und Bohrarbeiten Geld, nicht das Kabel.
- Eine Steckdose hinter dem Bildschirm. Fehlt sie, ist das Arbeit für einen Elektriker. Holen Sie das Angebot ein, bevor Sie den Platz festlegen, nicht danach.
Montage
Ein Bildschirm an einer Gipskartonwand ist ein Nachmittag für jeden, der mit einer Bohrmaschine umgehen kann. Beton, Decken oder mehrere Bildschirme sind ein Fall für einen Handwerker, am besten außerhalb der Öffnungszeiten. In jedem Fall: Der Player muss erreichbar bleiben, ohne dass Sie den Laden schließen.
Software
Digital-Signage-Software wird meist auf eine dieser Arten berechnet:
- als Abo pro Bildschirm, manchmal in Tarifstufen, bei denen Zeitplanung, Berichte oder weitere Nutzer extra kosten, manchmal mit Einrichtungsgebühr;
- als einmalige Lizenz, bei der Updates und Support gesondert berechnet werden können;
- als kostenlose oder Open-Source-Software, bei der die Kosten in Hosting, Updates und Ihre eigene Zeit wandern. Was das praktisch heißt, steht im Artikel über kostenlose Digital-Signage-Software.
Zum Vergleich SignageStack: 11 € pro Bildschirm im Monat oder 100 € pro Bildschirm im Jahr, zzgl. MwSt. Es gibt einen Tarif mit allen Funktionen, keine Einrichtungsgebühr, keine Abrechnung pro Nutzer und keine Mindestabnahme; bei monatlicher Zahlung ist das Abo monatlich kündbar. Als Bildschirm zählt jeder, den Sie im Dashboard anlegen. Der Enterprise-Tarif bietet zusätzlich Mengenpreise, einen unterzeichneten AV-Vertrag, ein Verfügbarkeits-SLA und Onboarding, Preis auf Anfrage. Die aktuellen Zahlen stehen auf der Preisseite.
Über drei Jahre kostet die Software für einen Bildschirm bei jährlicher Zahlung 300 €, also weniger als ein typisches Profi-Display. Welche Software Sie auch prüfen, stellen Sie jedem Anbieter dieselben Fragen: Was zählt als Bildschirm? Welche Funktion steckt in welcher Stufe? Kosten Nutzer extra? Gibt es eine Einrichtungsgebühr oder eine Mindestlaufzeit? Ist der Preis netto oder brutto? Die übrigen Fragen stehen in der Checkliste zum Auswählen von Digital-Signage-Software.
Inhalte: die Kosten ohne Rechnung
Als Planungsannahme für einen Bildschirm taugt: ein Nachmittag für die erste Playlist, danach etwa eine halbe Stunde pro Woche. Mehr, wenn jede Folie von Grund auf gestaltet wird. Weniger, wenn sich ein Großteil des Bildschirms selbst aktualisiert.
Was diesen Posten klein hält:
- Apps, die sich selbst aktualisieren. Uhr, Wetter oder Wechselkurse brauchen keine wöchentliche Pflege. Bei SignageStack sind 32 Apps im Tarif enthalten.
- Ein Formular statt eines Grafikprogramms. Die App Menütafel übernimmt eingetippte oder per CSV importierte Einträge und setzt sie in eines von elf Designs. Eine Preisänderung ist eine Korrektur, keine Neugestaltung. So wird aus der Tafel eine digitale Speisekarte, ohne dass jemand eine Grafik anfasst.
- Was schon da ist. Eine Speisekarte als PDF geht so, wie sie ist, auf den Bildschirm. Designs aus Canva und Foliensätze aus Google Präsentationen lassen sich direkt verbinden, statt sie jedes Mal neu zu exportieren.
- Umschalten statt neu bauen. Ein Element auf dem Bildschirm lässt sich deaktivieren und wieder aktivieren, ohne es zu löschen; die Saisonaktion kommt im nächsten Jahr mit einem Fingertipp zurück. Von selbst verschwindet eine Aktion allerdings nicht: Tragen Sie ihr Ende in Ihren Kalender ein und deaktivieren Sie sie an diesem Tag.
Ein Posten, der viele überrascht, ist der Ton. Die meisten Bildschirme laufen stumm. Spielt einer Musik, die Ihre Kundschaft hört, ist das eine öffentliche Wiedergabe. Dafür brauchen Sie in Deutschland eine Lizenz der GEMA, in Österreich der AKM und in der Schweiz der SUISA.
Strom
Das EU-Energielabel eines Fernsehers oder Displays nennt den Verbrauch in kWh pro 1.000 Stunden, und diese Zahl entspricht der Leistung in Watt. Die Jahreskosten sind also:
Watt × Betriebsstunden pro Jahr ÷ 1.000 × Ihr Preis pro kWh
Ein echtes Beispiel: Für ein 55-Zoll-Profi-Display gibt ein Hersteller 154 W typische Leistungsaufnahme an. Eine Bäckerei, die an sechs Tagen zwölf Stunden geöffnet hat, betreibt es rund 3.744 Stunden im Jahr, das sind etwa 577 kWh. Laut Eurostat zahlten mittelgroße Geschäftskunden in Deutschland im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt rund 0,23 € pro kWh ohne MwSt. Damit kostet der Bildschirm etwa 130 € Strom im Jahr. Eine Bäckerei verbraucht aber weit weniger als die Betriebe in dieser Klasse, und kleinere Verbraucher zahlen in der Regel mehr pro kWh. Zum Vergleich: Der deutsche Haushaltsdurchschnitt lag im selben Zeitraum bei rund 0,39 € inklusive Steuern und MwSt. Maßgeblich ist der Preis auf Ihrer eigenen Stromrechnung.
Bei einem hellen Panel, das den ganzen Tag läuft, liegt der Strom also in derselben Größenordnung wie die Software. Kleinere oder dunklere Bildschirme brauchen weniger; das Energielabel sagt, wie viel.
Sparen lässt sich, indem das Display außerhalb der Öffnungszeiten aus ist. Mit den Betriebszeiten von SignageStack geht ein Bildschirm nach Ladenschluss in den Standby: schwarz, nichts läuft. Auf den meisten LCD-Bildschirmen ist ein schwarzes Bild aber nicht dasselbe wie aus, weil die Hintergrundbeleuchtung weiterleuchten kann. Für die Stromrechnung nutzen Sie den Ein-/Aus-Timer des Displays, falls es einen hat, oder eine Zeitschaltuhr. Dann muss das Display allerdings von selbst angehen, wenn der Strom zurückkommt. Der Android-Player startet beim Hochfahren des Geräts und nach einem Stromausfall von selbst, er zieht also mit.
Rechenbeispiel: Bäckerei mit einem Bildschirm
Eine Bäckerei mit einem Bildschirm über der Theke: Tageskarte, ein QR-Code für Google-Bewertungen und das Wetter. Zwei Varianten: der Fernseher, der schon an der Wand hängt, oder ein neues 43-Zoll-Profi-Display.
Posten | Vorhandener Fernseher | Neu gekauft |
|---|---|---|
Display | 0 € | 450–900 € |
Android-TV-Box | 40–120 € | 40–120 € |
Wandhalterung | 0 € | 20–80 € |
Kabel inkl. Ersatz | 10–30 € | 10–30 € |
Software, erstes Jahr (jährlich) | 100 € | 100 € |
Erstes Jahr | 150–250 € | 620–1.230 € |
Die Hardwarepreise sind typische Ladenpreise inklusive MwSt., der Softwarepreis versteht sich zzgl. MwSt. Sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt, vergleichen Sie ohnehin Nettopreise. Als Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist für Sie der Bruttopreis die maßgebliche Zahl. Bei monatlicher Zahlung steht in der Softwarezeile 132 € statt 100 €.
Dazu kommen die Zeit (ein Nachmittag zum Start, danach etwa eine halbe Stunde pro Woche) und der Strom nach der Formel oben. Ab dem zweiten Jahr bleibt als fester Posten nur die Software.
Fangen Sie mit der linken Spalte an: Bringen Sie die Karte auf den Fernseher, den Sie haben, und beobachten Sie, was die Kundschaft wirklich liest. Das Profi-Display kaufen Sie, wenn der Fernseher an seine Grenzen kommt, ob bei den Betriebsstunden, der Helligkeit oder weil er nach einem Stromausfall schwarz bleibt.
Rechenbeispiel: 20 Bildschirme in fünf Filialen
Eine Filialbäckerei mit fünf Standorten. In jeder Filiale hängen drei 43-Zoll-Bildschirme mit der digitalen Speisekarte über der Theke und einer mit 55 Zoll im Sitzbereich. Alle sind Profi-Displays, weil sie von Öffnung bis Ladenschluss laufen.
Posten | 20 Bildschirme |
|---|---|
15 × 43-Zoll-Profi-Display | 6.750–13.500 € |
5 × 55-Zoll-Profi-Display | 3.250–6.500 € |
20 Android-TV-Boxen | 800–2.400 € |
20 Wandhalterungen | 400–1.600 € |
Kabel inkl. Ersatz | 200–600 € |
Montage | Angebot pro Filiale |
Software pro Jahr (jährlich) | 2.000 € |
Die Hardware liegt damit bei etwa 11.400–24.600 € ohne Montage, die Software bei 2.000 € im Jahr oder 2.640 € bei monatlicher Zahlung.
Bei zwanzig Bildschirmen ändert sich weniger der Preis pro Gerät als die Stelle, an der Geld versickert:
- Anfahrten. Eine Box, die nach einem Stromausfall nicht wieder hochfährt, heißt: Jemand fährt in die Filiale. Genau dafür sind automatisches Einschalten, LAN-Kabel und eine Box im Kiosk-Modus da. Das Dashboard zeigt, ob jeder Player online ist und wann er sich zuletzt gemeldet hat, sodass eine ausgefallene Box auffällt, ohne dass jemand anruft. Ein Display, das an der Wand ausgeschaltet wurde, während die Box weiterläuft, sieht es nicht.
- Inhalte wachsen nicht mit der Bildschirmzahl. Zeigen alle fünf Filialen dieselbe Karte, läuft dieselbe Playlist auf jedem Kartenbildschirm, und ein einmal geänderter Preis ändert sich auf allen. Die Arbeit wächst mit der Zahl unterschiedlicher Inhalte, nicht mit der Zahl der Bildschirme.
- Einheitliche Hardware. Dieselbe Box und dasselbe Display überall bedeuten: Ein Ersatzgerät passt in jede Filiale. Testen Sie je eines, bevor Sie zwanzig bestellen.
- Nachweis, dass es lief. Der Wiedergabeverlauf pro Bildschirm, als PDF exportierbar, beantwortet „Lief die neue Karte?“ ohne Telefonat.
In dieser Größenordnung lohnt sich auch die Frage nach Mengenpreisen. Dafür gibt es bei SignageStack den Enterprise-Tarif, der auch den unterzeichneten AV-Vertrag und das SLA umfasst, die der Einkauf größerer Unternehmen oft verlangt.
Wofür sich kein Geld lohnt
Manche Ausgaben bringen nichts:
- eine „Signage-Box“ zum dreifachen Preis desselben Chipsatzes;
- ein Player im Bündel mit Software, die Sie nicht nutzen werden;
- alles, was zum Neuaufsetzen einen Techniker des Herstellers braucht;
- eine Lizenz pro Gerät zusätzlich zur Software, die Sie ohnehin bezahlen.
Wo Sie anfangen
Messen Sie aus, wo die Leute stehen werden, und probieren Sie die Software aus, bevor Sie irgendeine Hardware kaufen. Der Web-Player läuft im Browser auf einem Laptop oder einem Fernseher, den Sie schon haben. Die Testphase von SignageStack umfasst einen Bildschirm, dauert 21 Tage, enthält alle Funktionen und kommt ohne Kreditkarte aus. Wenn Sie Ihre eigene Karte an Ihrer eigenen Wand gesehen haben, kalkulieren Sie das Display für den Raum, den Sie wirklich haben. Worauf es dabei ankommt, steht auf der Hardware-Seite. Wie Sie diesen ersten Bildschirm im Alltag betreiben, beschreibt der Leitfaden Digital Signage für kleine Unternehmen.