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Google Slides auf dem Fernseher anzeigen: vier Wege im Vergleich

Streamen, Laptop am HDMI-Kabel, Im Web veröffentlichen oder eine Signage-App: was wofür taugt und wie eine private Präsentation in Schleife läuft.

SignageStack9 Min. Lesezeit

Ein Mann präsentiert vor Kollegen an einem Bildschirm
Foto von Austin Distel auf Unsplash

Wenn Sie selbst vor Ort präsentieren, ist Streaming der schnellste Weg, Google Slides auf dem Fernseher anzuzeigen. Öffnen Sie die Präsentation in der App Google Präsentationen auf einem Smartphone im selben WLAN wie der Chromecast, tippen Sie auf „Streamen“ und wischen Sie durch die Folien. Ein Laptop am HDMI-Kabel erledigt dasselbe ganz ohne WLAN.

Anders sieht es aus, wenn eine Präsentation den ganzen Tag auf einem Bildschirm laufen soll, etwa am Empfang einer Steuerkanzlei, im Pausenraum oder an der Theke einer Bäckerei, ohne dass jemand danebensteht. Dann muss am Fernseher etwas die Folien von selbst abspielen, und dafür gibt es zwei Wege. Der eine ist Googles Funktion „Im Web veröffentlichen“, deren Link Sie in einem Browser auf dem Fernseher öffnen. Der andere ist eine Digital-Signage-App, die die Präsentation direkt aus Ihrem Google Drive liest. Die Veröffentlichung kostet nichts, macht die Präsentation aber öffentlich. Die Signage-App hält sie privat, spielt bei WLAN-Ausfall weiter und startet nach einem Stromausfall von selbst. Unten finden Sie die vier Möglichkeiten im Vergleich und danach die Einrichtung Schritt für Schritt, samt der Grenzen.

Vier Wege, Google Slides auf dem Fernseher anzuzeigen

Weg

Geeignet für

Der Haken

Streamen vom Smartphone oder Laptop

Besprechung, einmaliger Vortrag

Das Gerät muss in der Nähe bleiben und wach sein

Laptop am HDMI-Kabel

Veranstaltung, Schulungstag

Blockiert einen Rechner; nach jeder Störung muss jemand neu starten

Im Web veröffentlichen

Kostenlose Schleife auf einem vorhandenen Fernseher

Jeder mit dem Link sieht die Präsentation

Digital-Signage-App

Präsentation, die täglich den ganzen Tag läuft

Monatliche Kosten pro Bildschirm; Folien laufen als Standbilder

Streamen aus der App Google Präsentationen

Googles Anleitung für Android ist kurz: Smartphone mit demselben WLAN verbinden, in dem sich der Chromecast befindet, die Präsentation in der App öffnen, auf „Streamen“ tippen und zum Blättern wischen (Google-Hilfe). Laut Google funktionieren Präsentationen im Vollbild auch auf einem Fernseher mit AirPlay. Vom Laptop aus schickt Chrome den Tab mit der Präsentation über „Streamen“ an denselben Chromecast.

Zwei Dinge stören in der Praxis. Im Gastmodus von Chromecast funktioniert Google Präsentationen nicht, das Smartphone muss also wirklich im WLAN des Chromecast sein. Und das Smartphone ist die Fernbedienung: Wer es sperrt, einen Anruf annimmt oder den Raum verlässt, beendet die Vorführung. Für eine Besprechung ist das genau richtig, für einen Bildschirm am Empfang genau falsch.

Ein Laptop am HDMI-Kabel

Einstecken, „Präsentieren“ wählen und in den Präsentationsoptionen automatisches Weiterblättern mit Wiederholung einstellen. Für einen Tag ist das zuverlässig. Als Dauerlösung bleibt es aber ein Laptop im Regal: Er will in den Ruhezustand, blendet Benachrichtigungen auf dem Fernseher ein und startet für Updates neu, wann es ihm passt. Nach einem Stromausfall muss sich jemand anmelden und die Präsentation neu starten.

Im Web veröffentlichen und am Fernseher öffnen

Wählen Sie in Google Präsentationen „Datei“ > „Freigeben“ > „Im Web veröffentlichen“ und legen Sie fest, wie schnell die Folien wechseln. Stellen Sie außerdem ein, dass die Präsentation sofort startet, sobald der Player geladen ist, und nach der letzten Folie von vorn beginnt. Nach dem Veröffentlichen erhalten Sie einen Link, der die Folien im Browser als Endlosschleife abspielt. Diesen öffnen Sie im Browser des Fernsehers, auf einem Streaming-Stick oder auf einem kleinen Rechner hinter dem Bildschirm.

Laut Google werden alle Änderungen am Original in die veröffentlichte Version übernommen, und in Google Präsentationen lassen sich diese automatischen Updates nicht abschalten (Google-Hilfe zum Veröffentlichen). Ihre Änderungen kommen also auf dem Fernseher an. Die Nachteile liegen woanders:

  • Je nach Kontoeinstellung ist eine veröffentlichte Präsentation für alle im Web oder für alle in Ihrer Organisation sichtbar. Google selbst rät, private oder vertrauliche Informationen nicht leichtfertig zu veröffentlichen. Der Dienstplan der nächsten Woche oder ein Mandantenname gehören dort nicht hin.
  • Bei Konten von Unternehmen oder Schulen kann der Administrator das Veröffentlichen ganz abgeschaltet haben.
  • Es bleibt eine Webseite im Browser. Der eingebaute Browser eines Fernsehers öffnet sie nach einem Stromausfall nicht von selbst, und nichts hält sie im Vollbild, wenn jemand die falsche Taste auf der Fernbedienung drückt.

Eine Digital-Signage-App

Die vierte Möglichkeit ist ein Player am Fernseher, der die Folien lädt, in Schleife zeigt und mit der Präsentation abgleicht. Die App Google Präsentationen von SignageStack arbeitet so. Sie melden sich einmal bei Google an und wählen die Präsentation, die dabei privat in Ihrem Drive bleibt. Die Folien werden als Bilder auf den Bildschirm kopiert und laufen deshalb auch weiter, wenn das Netz ausfällt. Auf einer Android-Box startet der Player nach einem Stromausfall von selbst. Die Präsentation kann in einer Playlist zwischen anderen Inhalten stehen und auf beliebig vielen Bildschirmen gleichzeitig laufen.

Dafür zahlen Sie ein Abo pro Bildschirm (bei SignageStack 11 € im Monat oder 100 € im Jahr, jeweils zzgl. MwSt.) und nehmen die Grenzen in Kauf, die weiter unten stehen: Standbilder, keine Animationen.

Google Slides mit SignageStack auf dem Fernseher anzeigen

Was Sie brauchen

  • Ein Google-Konto, das die Präsentation öffnen kann.
  • Den Fernseher und ein Gerät für den Player. Üblich ist eine Android-TV-Box mit Android 8 oder neuer und mindestens 2 GB RAM; auf einem Fernseher mit Android TV oder Google TV lässt sich der Player auch direkt installieren. Zum Ausprobieren läuft der Web-Player in jedem aktuellen Browser auf einem Laptop, der am Fernseher hängt.
  • Den Bildschirm, gekoppelt mit Ihrem Konto. Der Player zeigt einen sechsstelligen Code, den Sie im Dashboard unter „Bildschirm hinzufügen“ eingeben.

Läuft auf dem Fernseher Samsungs Tizen oder LGs webOS, gibt es dafür keine SignageStack-App, und Sie schließen eine kleine Android-Box an einen HDMI-Eingang an. Welche Fernseher ohne Box auskommen, steht in unserem Beitrag zu Digital Signage auf dem Smart-TV. Fire TV Sticks sind keine geprüfte Plattform.

Schritt für Schritt

  1. App hinzufügen. Öffnen Sie im Dashboard die Apps und fügen Sie Google Präsentationen hinzu.
  2. Google verbinden. Melden Sie sich unter „Google account“ einmal an. SignageStack fragt nur nach Zugriff auf die Dateien, die Sie auswählen, nicht auf Ihr ganzes Drive.
  3. Präsentation wählen. Googles eigene Dateiauswahl öffnet sich. Wählen Sie die Präsentation aus; nur diese eine Datei darf SignageStack lesen. Sie muss weder geteilt noch veröffentlicht sein.
  4. Anzahl der Folien festlegen. Lassen Sie „Slides to show“ auf 0, um alle Folien zu zeigen, oder geben Sie eine Zahl ein, damit die App nach so vielen Folien aufhört.
  5. Auf den Bildschirm bringen. Fügen Sie die App einer Playlist hinzu, prüfen Sie die Dauer und veröffentlichen Sie die Playlist auf dem Bildschirm.

Wie lange jede Folie steht

Eine Zeit pro Folie stellen Sie nicht ein. Stattdessen wird die Dauer der App in der Playlist gleichmäßig auf die Folien verteilt. Beim Hinzufügen einer Präsentation richtet sich die Dauer nach deren Länge, mit etwa acht Sekunden pro Folie, sodass die ganze Präsentation pro Durchgang einmal läuft. Tragen Sie eine eigene Dauer ein, wird sie genauso aufgeteilt: Zwölf Folien in zwei Minuten stehen also je zehn Sekunden.

Zwei Punkte sollten Sie kennen. Erstens bekommt keine Folie weniger als drei Sekunden: Ist die Dauer zu kurz, zeigt die App so viele Folien, wie hineinpassen, und macht dann Platz für den nächsten Eintrag. Zweitens beginnt die Präsentation jedes Mal wieder bei Folie 1, wenn sie in der Playlist an der Reihe ist. Zusammengenommen heißt das: Von 40 Folien in einem Platz von 30 Sekunden erscheinen immer nur die ersten zehn. Sind die hinteren Folien wichtig, geben Sie der Präsentation mehr Zeit oder teilen Sie sie in zwei auf.

Was passiert, wenn Sie die Präsentation ändern

Ihrerseits nichts. Ändern Sie eine Folie in Google Präsentationen, und der Bildschirm zieht in der Regel innerhalb von ein, zwei Minuten nach. Die App prüft etwa einmal pro Minute, ob es eine neue Version gibt, und kopiert die Folien nur neu, wenn sich etwas geändert hat. Es gibt nichts zu exportieren, nichts hochzuladen und keinen USB-Stick.

Was die App Google Präsentationen nicht kann

Diesen Teil sollten Sie lesen, bevor Sie eine Präsentation für einen Bildschirm bauen.

  • Folien laufen als Standbilder. Übergänge, Animationen, Ton und eingebettete Videos werden nicht abgespielt, und eine Folie, auf der Stichpunkte nacheinander erscheinen, steht gleich fertig da. Wenn ein Video wichtig ist, laden Sie es hoch und legen es als eigenen Eintrag direkt hinter die Präsentation in die Playlist. Lebt das Design von Bewegung, nehmen Sie die App Canva: Sie spielt Canva-Präsentationen und animierte Designs als Video ab, braucht dafür aber Internet.
  • Jede Folie kommt als Bild mit 1.600 Pixeln Breite an. Das ist die größte Auflösung, die Googles Slides-Schnittstelle exportiert (API-Referenz). Auf einem Full-HD-Fernseher wird sie leicht hochskaliert: Überschriften und Fotos sehen gut aus, winzige Fußnoten werden weich.
  • Höchstens 100 Folien. Längere Präsentationen werden bei 100 abgeschnitten.
  • „Slides to show“ zählt von vorn. Um nur einen Teil der Präsentation zu zeigen, etwa Folien aus der Mitte, markieren Sie die übrigen in Google Präsentationen mit „Folie überspringen“: Übersprungene Folien lässt die App weg, wie beim Präsentieren. Wollen Sie selbst weiterhin die ganze Präsentation vorführen, legen Sie für den Bildschirm eine eigene Kopie an.
  • Die Folie behält ihr Format. Folien werden vollständig auf schwarzem Hintergrund gezeigt. Eine 16:9-Präsentation füllt einen 16:9-Fernseher, eine 4:3-Präsentation bekommt Balken an den Seiten, und eine Präsentation im Querformat auf einem hochkant montierten Bildschirm breite Balken oben und unten. Für Hochformat stellen Sie das Seitenformat in Google Präsentationen um („Datei“ > „Seite einrichten“), bevor Sie gestalten.

Ist die Präsentation eigentlich ein Dokument, etwa eine Preisliste, ein Aushang oder ein Stundenplan als PDF, blättert die App PDF genauso durch die Seiten und braucht ebenfalls kein Netz.

Folien, die man quer durch den Raum lesen kann

Eine Präsentation für die Besprechung taugt selten für die Wand. Die Leute gehen vorbei, statt zu sitzen, und niemand erklärt ihnen die Folien. Diese Regeln helfen:

  • Eine Aussage pro Folie, mit einer Überschrift, die in der Standzeit der Folie zu lesen ist.
  • Große Schrift. Die Faustregel auf unserer Hardware-Seite: Der entfernteste Leser sollte bei großer Schrift höchstens sechs Bildschirmhöhen entfernt sein, bei Text, den man Zeile für Zeile liest, höchstens vier. Ist der Raum tiefer, streichen Sie Wörter, statt die Schrift zu verkleinern.
  • Starker Kontrast. Dünne graue Schrift auf einem Foto verschwindet auf dem Fernseher.
  • Ein freier Rand, denn manche Fernseher schneiden am Bildrand etwas ab, solange Overscan eingeschaltet ist.

Mehr zu Schrift, Tempo und Aufbau steht in unserem Beitrag zur Gestaltung von Digital Signage.

So fangen Sie an

Fangen Sie mit dem Fernseher und der Präsentation an, die Sie schon haben. Schließen Sie einen Laptop an, öffnen Sie den Web-Player, koppeln Sie ihn und fügen Sie die App Google Präsentationen mit der Präsentation hinzu, nach der ständig gefragt wird. Lassen Sie sie einen Tag laufen und ändern Sie zwischendurch eine Folie, um zu sehen, wie der Bildschirm nachzieht. Soll der Bildschirm bleiben, wechseln Sie auf eine kleine Android-Box (worauf es dabei ankommt), damit er Stromausfälle ohne Hilfe übersteht. Die Testphase von SignageStack dauert 21 Tage, mit allen Funktionen auf einem Bildschirm und ohne Kreditkarte. Wenn als Nächstes eine Live-Tabelle oder ein Dashboard an die Wand soll, lesen Sie weiter unter Dashboard auf dem Fernseher anzeigen.

Häufige Fragen

Ja, wenn am Fernseher etwas die Präsentation selbst abspielt: ein Browser mit einem veröffentlichten Link oder ein Signage-Player auf einer Android-Box oder einem Android-TV. Beim Streamen und beim Laptop am HDMI-Kabel muss dagegen ein Gerät am Fernseher bleiben.

Das hängt vom Weg ab. In der App Google Präsentationen von SignageStack nicht: Jede Folie erscheint als Standbild. Ein wichtiges Video legen Sie deshalb als eigenen Eintrag in die Playlist.

Nein. Je nach Kontoeinstellung kann jeder im Web oder jeder in Ihrer Organisation sie öffnen. Dienstpläne, Kundennamen und interne Zahlen gehören deshalb nicht hinein.

Ja. Google Präsentationen ist der deutsche Name von Google Slides; die Präsentationsdatei ist dieselbe. Die Menüpunkte heißen nur anders, etwa „Datei“ > „Freigeben“ > „Im Web veröffentlichen“.

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